radeonHD 1.2.1 - the quick and dirty Way... PDF Drucken E-Mail
Derzeit haben Linux Nutzer mit ATI Grafikkarten die Wahl, welchen Treiber sie benutzen wollen. Diese ist sorgfältig abzuwägen: fglrx kommt als Binärblob von ATI, radeon nund radeonHD müssen hinreichend aktuell sein, um wenigstens halbwegs aktuelle Karten zu unterstützen. Hier eine kurze Anleitung, wie ein aktueller radeonHD auf ein Linuxsystem gebracht und eingebunden werden kann. Wie in Kernel 2.6.25 für Radeon X1xxx Nutzer bereits angekündigt, hier ein kurzer Test zum Setup des radeonHD Treibers auf einem Thinkpad T60 mit Radeon Mobility X1400. Basis ist Ubuntu 7.10 ("Gutsy").

 

Vorweg: die folgende Anleitung richtet sich an *erfahrene* Benutzer, die in der Lage sind, ihre Xorg-Konfiguration notfalls auf der Textkonsole mit einem Editor wieder zu fixen!

 

Brauchen tun wir natürlich Compiler etc., und zusätzlich xorg-dev. Die Quellen von radeonHD gibt es auf freedesktop.org. Von dort müssen wir zum Zeitpunkt des Schreibens des Artikel die Datei xf86-video-radeonhd-1.2.1.tar.gz herunterladen, und in ein Verzeichnis der Wahl auspacken. Nun dann, frisch ans Werk. Wechseln in das entstandene Unterverzeichnis xf86-video-radeonhd-1.2.1. Das configure Skirpt ohne jeden Parameter aufrufen:
./configure
Das bereitet alles so vor, das der Treiber später in die /usr/local Hierarchie installiert werden kann. Ein beherztes
make
sudo make install
installiert dann den Treiber nach /usr/local/lib/xorg/modules. Damit Xorg den Treiber dort auch findet, muss die xorg.conf angepasst werden:
Section "Files"
        #...
        # Our own extension, eg radeonHD
        ModulePath  "/usr/local/lib/xorg/modules/"
        # Original module path as installed by .deb packages
        ModulePath   "/usr/lib/xorg/modules"
        #...
EndSection
Damit werden Module für den X-Server zuerst unterhalb von /usr/local/lib/xorg/modules/ gesucht und danach im Verzeichnis, das die .deb-Pakete eingerichtet haben. Nun noch flott den Treibereintrag in /etc/X11/xorg.conf auf "radeonhd" geändert, X neustarten, langes Gesicht ziehen :( Offensichtlich gilt folgender Auszug aus der Manpage radeonhd(4)

"After using the fglrx driver, the display can get very jittery with radeonhd"

auch, wenn man vorher gerade noch den ati/radeon Treiber von Xorg benutzt hat. ALT-F1 zeigt dann, das natürlich die Konsolen schwarz sind. Also blind auf einer Textkonsole einloggen und ebenso blind "sudo reboot" und (immer noch blind) das Passwort tippen. Nach dem Reboot sieht aber alles erstmal wieder OK aus. Das die Textkonsolen (manchmal?) schwarz bleiben ist natürlich blöd. Suspend/Resume auf dem T60 scheint jedoch zu funktionieren. "Gefühlt" ist der radeonhd Treiber derzeit etwas flotter als mein letztens selbst übersetzter Xorg ATI Treiber 6.8.0.