Barcode-Scanner in Tabellenkalkulation integrieren Drucken
Barcodes sind heute allgegenwärtig. Am PC kann man eine breite Palette verschiedener Kodierungen benutzen, um eigene Barcodes zu erzeugen und in eigene Dokumente einzubinden. Wie aber verarbeitet man bereits ausgedruckte Barcodes im PC?

Einleitung

Barcode-Scanner gibt es bereits für um 50 Euro. Die meisten Handscanner bekommt man heutzutage mit USB-Anschluss zu kaufen. Was liegt da näher, Aufgaben wie Katalogisierung oder Inventarisierung mittels Barcode-Scanner zu automatisieren?

Barcode-Scanner, die eine Möglichkeit bieten, sie an den PC anzuschließen, präsentieren sich dem Betriebssystem meistens als Eingabegerät: Der Scanner arbeitet als Tastatur, der die einzelnen kodierten Zeichen entschlüsselt und dann als Tastatursignale an den PC sendet. Wo immer sich der Cursor gerade befindet, wird die gescannte Zeichenfolge eingefügt - völlig egal, ob es sich dabei um ein Textdokument, ein Feld einer Tabellenkalkulation oder um ein Eingabefeld einer Anwendung handelt.

Barcodes einzugeben, ist also kein Problem - aber man kann mit ein wenig Makroprogrammierung manche Aufgaben erstaunlich effektivieren.

Abgleich Soll-Haben

Als Beispiel soll hier ein Szenario stehen, in der Objekte (beispielsweise Waren oder Baugruppen) bereits mit Ihren Codes erfasst sind und ein Abgleich stattfinden soll,  ob jede Baugruppe oder Ware in der erforderlichen Quantität geliefert wurde.

Dazu definieren wir eine einfache Tabelle, die vier Spalten enthält: die erste Spalte enthält den Code der jeweiligen Baugruppe, die zweite die Bezeichnung der Baugruppe, die dritte die benötigte Anzahl und die vierte die momentan im Lager verfügbare Anzahl.

Nun entwerfen wir ein Makro, das einen Dialog öffnet. Wenn sich der Cursor im Eingabefeld des Dialogs befindet, wird der Scanner benutzt, eine Strichcode einzulesen. Das führt dazu, dass das Makro die Teileliste nach dem entsprechenden Code in Spalte eins durchsucht und die Zahl in Spalte 4 der entsprechenden Zeile um eins erhöht.

Konkretes Beispiel

Das folgende Archiv enthält eine Teileliste für den Bau von PCs mit SOLL- und HABEN-Stückzahlen, in dem das Makro eingebettet ist und ein Dokument, das die Strichcodes als Bilder enthält (zum Ausprobieren).

Image
  1. Nach dem Öffnen der Datei in Excel Macros aktivieren (es erscheint eine entsprechende Frage - abhängig vom eingestellten Sicherheitslevel in Excel)
  2. Den Menüpunkt Extras/Makros aufrufen. Dort Makro starten und in der Auswahl "Main" wählen (es gibt hier nur Main)
  3. Jetzt sollte ein Fenster zur Eingabe erscheinen -> so lange Eingaben in das Fenster erfolgen, werden diese verarbeitet und das Fenster erscheint erneut. Zeichenketten, die einer Artikelnummer entsprechen führen zur Erhöhung des entsprechenden Haben-Wertes. Ist IST>HABEN wird der Haben-Wert rot dargestellt, ansonsten grün.

Anwendung

Diese Methode kann man zum Beispiel hervorragend zur Erleichterung der Arbeit mit dem Datenassistent benutzen, wie etwa bei der Verwaltung von Anmeldungen zu Veranstaltungen .

 
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